Trump postet Bilder von sich als Jesus, JD Vance belehrt den Papst, Pete Hegseth gibt den Kreuzritter. Die Auseinandersetzung zwischen Präsident Trump und Papst Leo um die US-Migrations- und Kriegspolitik zeigt, dass die gegenwärtigen Verhältnisse gar nicht so säkular sind, wie es erscheint. Michael Ramminger (ITP) hat in derFreitag ein Interview gegeben in dem er die MAGA-Theologie beleuchtet und aufzeigt: von Blasphemie bis zum christlichen Zionismus ist alles dabei.
Wir veröffentlichen hier zudem zwei weitere Artikel, die diesen Konflikt analysieren und die wir ins Deutsche übersetzt haben:
1) Antonio Spadaro: Die Worte des Papstes sind die einzige Waffe, um dem kulturellen und moralischen System entgegenzutreten, mit dem das Weiße Haus Konflikte schürt
2) Marco Politi: Leo XIV. ist ungewollt zum Anti-Trump der Welt geworden
Die beiden Beiträge sind aus unserer Sicht bemerkenswerte Analysen und Einschätzungen. Nicht in allem drücken sie unsere Position aus, wir empfehlen aber sehr ihre Lektüre.
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf das Interview von Michael Ramminger (ITP), das er für medico international zu „Kalte Zeit. Zur Ambivalenz der Empathie“ gegeben hat.
Am 21. April des letzten Jahres, Ostermontag, lief die Meldung rund um den Erdkreis: Papst Franziskus ist tot!
Manifest für einen egalitären Universalismus als Alternative zur kapitalistischen Globalisierung
Die niederländische Ausgabe des Buches von Dick Boer
In unserem neuen Rundbrief finden sich Beiträge, die schon eine Perspektive auf unsere befreiungstheologische Tagung am 25.-27. September 2026 eröffnen: Wie hängen Digitalisierung und der Verlust der gefährlichen Erinnerung zusammen? Welche Formen des apokalyptisch-messianischen ChristIn-Seins braucht die Welt? Wie steht es um das Patriarchat in der Postmoderne und was hat eine politische feministische Theologie hierbei kritisch beizutragen? Diese Fragen werden uns auch im September beschäftigen.
Durch das Sterben der ZeitzeugInnen des Holocaust wächst der Druck, Erinnerungen zu bewahren. Zunehmend werden digitale Formate (KI-Videos, VR, XR) genutzt, um Berichte zugänglich zu machen.
Die Ökumenische Vernetzungsinitiative Casa Comun (ÖVI), in der wir als ITP mitarbeiten, hat am 22. Januar 2026 eine deutliche Kritik der EKD-Denkschrift Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick veröffentlicht. In der Erklärung fordern Aktive aus der ÖVI stattdessen eine christliche Friedenslogik, die kapitalistischen Ursachen von Konflikten sichtbar macht, Gerechtigkeit ins Zentrum stellt, und Abrüstung vor Sicherheitspolitik setzt. Der Text ruft zu konkreten Aktionen auf: Solidaritätspraxen wie Kirchenasyl zu entwickeln und Ungehorsam gegen die Kriegslogik zu üben.