Papst Franziskus sprach während seiner Südamerikareise auf dem Welttreffen der sozialen Bewegungen in Bolivien. Die Rede lässt sich unmissverständlich als radikale Fortführung seiner vorigen Schreiben wie Evangelii Gaudium oder Laudato Si verstehen. In klaren Worten solidarisiert sich der Papst mit den sozialen Bewegungen weltweit, verurteilt diese Ökonomie als zerstörerischen Götzendienst und verknüpft die Klimafrage mit den wirtschaftlichen Strukturen. Für Franziskus können diese ganzen Probleme nicht einfach als Einzelfälle relativiert werden, sondern sie führen zur Systemfrage. So sagt er: “Wenn das Kapital sich in einen Götzen verwandelt und die Optionen der Menschen bestimmt, wenn die Geldgier das ganze sozio-ökonomische System bevormundet, zerrüttet es die Gesellschaft, verwirft es den Menschen, macht ihn zum Sklaven, zerstört die Brüderlichkeit unter den Menschen, bringt Völker gegeneinander auf und gefährdet – wie wir sehen – dieses unser gemeinsames Haus, die Schwester und Mutter Erde.” „Sagen wir es unerschrocken: Wir wollen eine wirkliche Veränderung.“ Die ganze Rede von Franziskus an die sozialen Bewegungen vom 09. Juli 2015 weiterlesen
Archiv der Kategorie: Allgemein
Befreiungstheologische Sommerschule 2015: „Von den Götzen der Unterdrückung zum Gott der Befreiung“
*Aktuell: Es gibt nur noch wenige freie Plätze.*
Befreiungstheologische Sommerschule vom 11.-16. August 2015 im Dionysiushaus (Georgsmarienhütte bei Osnabrück)
„Von den Götzen der Unterdrückung zum Gott der Befreiung“
Die Befreiungstheologische Sommerschule ist ein Ort des Zusammentreffens von jungen, politischen ChristInnen, die alternativ Theologie betreiben wollen. Alternativ meint, dass wir uns nicht mit einer jenseitigen Hoffnung auf Veränderbarkeit zufrieden geben, sondern für eine Veränderung in dieser Welt kämpfen. Unser Maßstab ist dabei die gemeinsame biblische Tradition, die auch Grundlage ist, uns als politisch handelnde ChristInnen zu verstehen und als solche zu agieren.
Auf unserer Sommerschule sind alle Menschen willkommen. Gerne könnt ihr euch selbst einbringen mit Gebeten, Workshops, Musik, Kochen, … Wenn ihr Interesse oder einfach Rückfragen habt, meldet euch gerne bei uns.
Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung
Aus unserer christlichen Überzeugung heraus hat die Würde des Menschen oberste und unhinterfragbare Priorität für gesellschaftliches und politisches Handeln. Insbesondere gehört dazu die Sorge um Benachteiligte, um Menschen, die auf der Flucht sind, um die, die in besonderer Weise schutzbedürftig sind.

Die im Gesetzesentwurf enthaltenen Verschärfungen, etwa die Möglichkeit, Menschen aufgrund der Tatsache illegal nach Deutschland eingereist zu sein oder über keine Identitätspapiere zu verfügen, in Haft zu nehmen, stehen im Kontrast zu einer so verstandenen Sorge. Sie ermöglichen vielmehr die Kriminalisierung von Menschen, ohne zu berücksichtigen, dass es keine ausreichenden legalen Einreisemöglichkeiten für Schutzsuchende und AsylbewerberInnen nach Deutschland oder in die EU gibt. Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung weiterlesen
„Laudato Si´ – über die Sorge für das gemeinsame Haus“ – Eine Zusammenfassung der neuen Enzyklika von Papst Franziskus

Heute veröffentlicht der Vatikan die neue Enzyklika „Laudato Si- über die Sorge für das gemeinsame Haus“. Wir publizieren hier eine erste Zusammenfassung des Textes mit den aus unserer Perspektive wichtigsten Punkten. Neben der Tatsache, dass eine solche Enzyklika zu Umweltfragen sowieso erstaunlich ist, zeigt sich im Text eine Kontinuität zum ersten Text „Evangelii Gaudium“: Die umweltproblematik wird in engem Zusammenhang zur Frage von sozialer Gerechtigkeit gesehen und in den Kontext des aktuellen Wirtschaftssystems (Diese Wirtschaft tötet!) gesetzt. Die Zusammenfassung wurde von Prof. i.R. Dr. Dr.hc. Norbert Mette erstellt.
Michael Ramminger
„ … Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern …“:
Eine Gruppe von TheologInnen aus verschiedenen Kirchen der Bundesrepublik fordern sofortigen Schuldenerlaß für Griechenland und ein Ende der Austeritätspolitik:
Schuldenerlaß für Griechenland und STOP mit der Verarmungspolitik!
ChristInnen sehen die Geschichte nicht aus der Perspektive der Herrschenden. Weder aus der Perspektive der „Institutionen“ noch aus der Perspektive der deutschen Bundesregierung oder eines Herrn Schäuble. Wir schauen auf die Verhältnisse auch nicht aus der Perspektive der griechischen Oligarchie oder Banken: Den Armen und Schwachen ist die Gerechtigkeit Gottes zugesagt. An uns liegt es, das Recht der Armen durchzusetzen. (Ex 3,7-8)
In Griechenland erleben wir zur Zeit eine Auspressung der Armen, Arbeitslosen und Bedürftigen ohnegleichen. Es ist an der Zeit, darüber zu sprechen, welche Konsequenzen die Politik der EU, allen voran unsere Bundesregierung, den griechischen Menschen aufzwingt. Jede Hilfszahlung an Griechenland kommt bisher zu 80% den Banken und Finanzinverstoren zugute und ist zugleich stählern mit Auflagen verbunden: Rentenkürzungen, Mehrwertsteuererhöhungen, Privatisierung öffentlicher Güter oder Kürzung von Kündigungsfristen.
Die Reform des Gesundheitswesens hat bereits jetzt zu einer Schließung von Krankenhäusern geführt, bis zu einem Drittel der Bevölkerung sind nicht mehr krankenversichert, die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 30% und offene und verdeckte Armut breiten sich erschreckend schnell aus. Gerade jetzt hat erneut der IWF sinkende Löhne und weitere Einschnitte in die Rechte von Arbeitnehmern gefordert. Systematisch wurden mit den Auflagen der „Troika“ die sozialen Grund- und Menschenrechte außer Kraft gesetzt, wie selbst das Europäische Parlament kritisiert hat.
„Wenn ihr denen leiht, von denen ihr es wieder zu erhalten hofft, welchen Dank habt ihr da? Denn auch Sünder leihen Sündern, um das gleiche zurückzuerhalten. … tut Gutes und leihet ohne zurückzuerwarten, und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein …“( Lk 6,34-35)
Ein gutes Leben ist nur möglich, wenn alle leben können. Oder in ökonomischen Worten: Griechenland wird nur dann genug für alle produzieren können, wenn die Menschen nicht zu krank und zu hungrig dazu sind. Im Januar hatte die neue griechische Regierung eine europäische Konferenz zum Schuldenabbau vorgeschlagen: Man könne die Rückzahlungen an eine Wachstumsklausel koppeln (also dann beginnen, wenn ein signifikantes Wirtschaftswachstum vorliegt). «Wenn ich ein verantwortlicher griechischer Politiker wäre, würde ich keine Debatten über einen Schuldenschnitt führen», reagierte Bundesfinanzminister Schäuble zynisch darauf.
Schulden müssen erlassen werden, wenn sie nicht zurückgezahlt werden können und zu Verelendung und Armut führen. Nach der Bibel besteht die Schuld des Menschen vor Gott darin, unbezahlbare Schulden unerbittlich einzutreiben. Gott erlässt dem Menschen die Schuld, die er bei Gott hat, wenn Menschen die Schulden erlassen, die andere bei ihm haben. Die Bibel enthält die jahrtausende alte Weisheit, die sich auch heute in Griechenland bewahrheitet: Unbezahlbare Schulden zerstören das Leben des Schuldners. Die Vaterunser-Bitte „Und vergib uns unsere Schulden“ verlangt Verzicht auf die Erfüllung von Gesetzen, die Menschen umbringen. Um des menschlichen Lebens willen, damit also Schuldner leben können, bittet das Vater-unser um Widerstand gegen das Gesetz, dass die Schulden bezahlt werden müssen.
Gerade Deutschland sollte um diesen Zusammenhang doch wissen. Denn im Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde auch uns so ein Neuanfang ermöglicht, in dem viele legitime Reparationszahlungen zunächst zurückgestellt wurden. Dass sie nur vorläufig zurückgestellt wurden, darum wußte auch Horst Teltschik, der 1990 im Zusammenhang der Verhandlungen um die Wiedervereinigung an Helmut Kohl schrieb: „Ein Anspruch unserer ehemaligen Kriegsgegner auf Reparationsleistungen könnte erst aufgrund von Verpflichtungen entstehen, die wir im Rahmen eines friedensvertraglichen … Abkommens eingehen. Die Übernahme solcher Verpflichtungen wollen wir unter allen Umständen vermeiden.“ Deshalb wurde damals kein formeller Friedensvertrag geschlossen! So also geht Deutschland mit Schuldenrückzahlungen und seiner historischen Verantwortung um!
Im Jahr 2000 haben die christlichen Kirchen einen Schuldenerlaß für Länder der dritten Welt gefordert. Heute, wo es um das eigene Haus Europa geht, schweigen sie, obwohl ein Schuldenerlaß für Griechenland nach ökonomischen und nach christlichen Kriterien ein notwendiger Schritt wäre. Sie schweigen, weil sie sich mit den Profiteuren anlegen müssten und obwohl es, nach all diesen Finanz- und Schuldenkrisen der letzten Jahre und ihren sozialen Verwüstungen vernünftig wäre, diesen neoliberalen Kapitalismus und die europäische Austeritätspolitik anzugreifen.
Machen wir uns nichts vor: Wenn wir jetzt zu Griechenland schweigen, werden die Verwüstungen zunehmen, wird diese Politik der Verarmung und Verelendung in den nächsten Jahren unangefochten sein.
Wir, ChristInnen aus verschiedenen Kirchen, fordern eine Europäische Schuldenkonferenz, damit nicht die Demokratie und der Sozialstaat den Finanzinvestoren geopfert werden. Wir fordern von unserer Regierung und der EU Griechenland die Schulden zu erlassen und die Verelendungspolitik zu beenden!
ErstunterzeichnerInnen:
Prof. em. Dr. Franz Segbers, Sozialethiker an der Universität Marburg – Dr. Kuno Füssel, Theologe und Mathematiker/ Andernach – Dr. Michael Ramminger, Institut für Theologie und Politik/ Münster – Prof. Dr. Ulrich Duchrow/ Heidelberg – Werner Gebert, Pfr. i.R., Plädoyer für eine ökumenische Zukunft – Pfr. em. Norbert Arntz/ Kleve – Ulrich Schmitthenner, Pfr. i. R. – Dr. Katja Strobel, Theologin/ Frankfurt am Main – Jürgen Kaiser, erlaßjahr.de/ Düsseldorf – Prof. DDr. Hermann Steinkamp/ Münster – Prof. Dr. Franz Hinkelammert/ Costa Rica – Günther Salz, ehem. Vorsitzender des Diözesanverbandes KAB-Trier/ Engers – Dr. Julia Lis, Institut für Theologie und Politik/ Münster – Carl-Peter Klusmann, kath. Pfr. i.R./ Dortmund – Prof. Dr. Stylianos Tsompanidis, Prof. für Ökumenische Theologie/ Thessaloniki, Griechenland – Dr. Paul Petzel, Gymnasiallehrer für Kunst u. kath. Religionslehre/ Andernach – Prof. Dr. Heinrich Fink/ Berlin – Ilsegret Fink, evgl. Theologin u. Pastorin i.R. – Jürgen Klute, ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments
und veröffentlicht in Griechenland
241 Dr. Hans Dudda Dortmund Sep. 05, 2015 240 Alois Bauer Bingen Sep. 04, 2015 239 Anke Blashofer Tübingen Sep. 02, 2015 238 franz bickel rheine Sep. 01, 2015 237 Pashalia Schäfer Dortmund Aug. 31, 2015 236 Simone Wagner-Furch Mödling Aug. 31, 2015 235 Kornelia Fuchs Leipzig Aug. 30, 2015 234 Stefanie Kröger Hüllhorst Aug. 30, 2015 233 Udo Rohner Traunstein Aug. 30, 2015 232 Barbara Dedié Aulendorf Aug. 30, 2015 231 Margit Marion Mädel Erfurt Aug. 30, 2015 230 Ali Shariati Afrata Aug. 30, 2015 229 Paraskevi Intze Düsseldorf Aug. 30, 2015 228 Mascha Stahr Hof Aug. 30, 2015 227 Andrea Kohl Aug. 30, 2015 226 Monika Niesel Münster Aug. 29, 2015 225 Harald Köbel Coswig(Anhalt) Aug. 21, 2015 224 Johannes Gertz Herten Aug. 06, 2015 223 Michael Manderscheid March Aug. 06, 2015 222 Martin Stöver Bremen Juli 29, 2015 221 Sr. Guntraud Bense Münster Juli 28, 2015 220 Edda Moers Köln Juli 22, 2015 219 Jutta Hölscher Hürth Juli 22, 2015 218 Joseph Thali CH-4123 Allschwil Juli 21, 2015 217 Bärbel Fünfsinn Hamburg Juli 20, 2015 216 Ursula Kappner Essen Juli 20, 2015 215 Goran Subotic Leipzig Juli 18, 2015 214 Prof. Dr. Rainer Kessler Marburg Juli 16, 2015 213 Ulrike Spurgat Oldenburg Juli 15, 2015 212 Robert Brennhäußer Rötsweiler-Nockenthal Juli 15, 2015 211 Dieter Ney Kastellaun Juli 15, 2015 210 Ute Ebert Brühl Juli 15, 2015 209 Reimar Ramminger Brühl Juli 15, 2015 208 Lena Gerlach Kuppenheim Juli 14, 2015 207 Jonas Becker Mainz Juli 13, 2015 206 birgit weinbrenner Witten Juli 13, 2015 205 Wolfgang Burggraf Bonn Juli 13, 2015 204 Wilfried Drews Bonn Juli 13, 2015 203 Günther Ruholl Bremen Juli 12, 2015 202 Bernard Krisinger 56290 Buch Juli 12, 2015 201 Stephan Herrmann Kastellaun Juli 11, 2015 200 Erika Zeman Lingerhahn Juli 11, 2015 199 Siegrid Braun Simmern Juli 11, 2015 198 Rosearie Krisinger z.Zt. Pigi Griechenland Juli 11, 2015 197 Siggi Pick Bad Kreuznach Juli 11, 2015 196 Jürgen Lischewski lingerhahn Juli 10, 2015 195 Reinhard Litzenburger 54483 Kleinich Juli 10, 2015 194 Peter Thöne Fritzlar Juli 10, 2015 193 jupp trauth leipzig Juli 10, 2015 192 Karl-August v. Dahl 56288 Bell Juli 10, 2015 191 Klaus Kuhlmann Braunschweig Juli 10, 2015 190 Heidrun Kisters Kirchberg Juli 10, 2015 189 Johannes Krisinger 55481 Kirchberg Juli 10, 2015 188 Barbara Müller Wahlenau Juli 10, 2015 187 Dr. Sabine Ferenschild 53545 Linz Juli 10, 2015 186 Harm Ridder Ritterhude Juli 10, 2015 185 Axel Büker Alsdorf Juli 10, 2015 184 Elmar Dornhoefer Bremen Juli 10, 2015 183 Ulrich Suppus Buch / Hunsrück Juli 10, 2015 182 Pfr. i.R. Holger Evang-Lorenz Köln Juli 09, 2015 181 Robert Liess Duisburg Juli 08, 2015 180 Dagmar Kunellis Essen Juli 08, 2015 179 Barbara Dr. Geilich Münster Juli 08, 2015 178 Dr. Hans W. Schünemann Liebenburg Juli 08, 2015 177 Jacob Doolaard Zeist Juli 07, 2015 176 Uta Küpper-Lösken Lilienthal Juli 07, 2015 175 Ulla Reimann Bremen Juli 07, 2015 174 dr. Egbert Rooze Antwerpen (Belg.) Juli 07, 2015 173 Marc Loos Gent - België Juli 06, 2015 172 Heiner Rosebrock Bremen Juli 06, 2015 171 Klaus Matthes Essen Juli 06, 2015 170 Karel Gaethofs Heusden-Zolder B Juli 06, 2015 169 Abraham Grandia Doesburg Juli 06, 2015 168 Reinhard Zimmermann Bremen Juli 06, 2015 167 Liesbeth Timmers Utrecht Juli 06, 2015 166 Gerrit Buunk Middelburg Juli 06, 2015 165 sam postma Juli 06, 2015 164 Harry Pals Utrecht Juli 06, 2015 163 eddy van tilt löwen Juli 06, 2015 162 Eefje van der Linden Schellebelle Juli 05, 2015 161 Pfr. i.R. Dr. Manuel Ossa Santiago,Chile Juli 05, 2015 160 Josephine Wilschut Zutphen, Niederlände Juli 05, 2015 159 Henk van Andel, ehemaliger pfarrer von Ypern, Belgien Zutphen, Niederlande Juli 05, 2015 158 Alvaro Ramis Olivos Santiago de Chili Juli 05, 2015 157 Arianne van Andel Santiago de Chili Juli 05, 2015 156 Claudia Heinkel Stuttgart Juli 05, 2015 155 Rainer Ref Unna Juli 04, 2015 154 Ernst Uhl Bremen Juli 04, 2015 153 Friedhelm Schneider Darmstadt Juli 03, 2015 152 Klaus Schmidt Köln Juli 02, 2015 151 Eva Neukamp Bonn Juli 01, 2015 150 Ludwig Schönenbach Bremen Juli 01, 2015 149 Johann Gattringer 2351 Wiener Neudorf Juli 01, 2015 148 Arndt Frommann 28203 Bremen Juli 01, 2015 147 Gabriele Bösch Hohenems Juni 30, 2015 146 Volker Hanefeld Bonn Juni 30, 2015 145 Walter L. Buder Bregenz Juni 30, 2015 144 Philipp Pretz Stuttgart Juni 30, 2015 143 Brigitte Denger Lüdenscheid Juni 29, 2015 142 Theresa Denger Luedenscheid Juni 29, 2015 141 Walter Faerber Ilsede Juni 28, 2015 140 Johannes Krug Marburg Juni 27, 2015 139 Steffen Hartkopf Hildesheim Juni 26, 2015 138 Marianne und Alenka Sicks Bremen Juni 25, 2015 137 David Mehre Mainz Juni 25, 2015 136 Andreas Winterhoff Münster Juni 24, 2015 135 Tobias Heinzelmann Heidelberg Juni 24, 2015 134 Hans-Josef Bott Unna Juni 24, 2015 133 Christoph Behlen Hatten Juni 23, 2015 132 Friedrich Scherrer, Pastor i. R. Juni 23, 2015 131 Thomas Mehre Oberderdingen Juni 23, 2015 130 Norbert Toonen Emmerich Juni 23, 2015 129 Ines Wetjen Hamburg Juni 22, 2015 128 Horst Niemeier Bielefeld Juni 22, 2015 127 Nicola Enke-Kupffer Pfinztal Juni 21, 2015 126 Pietro Triscari Tübingen Juni 21, 2015 125 Beate Körsgen Juni 21, 2015 124 marion dieringer stuttgart Juni 21, 2015 123 Angelika Schneider Lilienthal Juni 21, 2015 122 Marianne Wille Laatzen Juni 20, 2015 121 Antje Sweers-Brott 31600 Uchte Juni 20, 2015 120 Helmut Hafner Bremen Juni 19, 2015 119 Angela Hesse Bremen Juni 19, 2015 118 Martina Neukamm Geretsried Juni 19, 2015 117 Gerhard Wiebe Fuldatal Juni 19, 2015 116 Dr. Hildegard Jurisch Erlangen Juni 19, 2015 115 Dr. James Jakob Fehr Bammental Juni 19, 2015 114 Erhard Griese Willich Juni 19, 2015 113 Benjamin Krauß Heidelberg Juni 19, 2015 112 Nikoletta Charchanti Nussloch Juni 19, 2015 111 Karen Krättli Zürich Juni 18, 2015 110 Peter Schulte-Stracke Gera Juni 18, 2015 109 Marianne Schallhas 3261 Wolfpassing Juni 18, 2015 108 Michael Karjalainen-Dräger Wien Juni 18, 2015 107 Lieselotte Kirstein-Mätzold 30539 Hannover Juni 18, 2015 106 Friedhelm Vöhringer Markgröningen Juni 18, 2015 105 Stelzmann Birgit Juni 18, 2015 104 Karin Lackus Mannheim Juni 18, 2015 103 Helmut Kupffer Pfinztal Juni 18, 2015 102 Elisabeth Kaltenhäuser Breisach Juni 18, 2015 101 Dieter Kaltenhäuser 79206 Breisach Juni 18, 2015 100 Eckehard Binder Braunschweig Juni 18, 2015 99 Elfi Leinert 30171 Hannover Juni 18, 2015 98 Bernhard Klinghammer Ronnenberg Juni 18, 2015 97 Elisabeth Hauber Mannheim Juni 17, 2015 96 Angelika Dornhöfer Bremen Juni 17, 2015 95 Martin-G. Kunze Hannover Juni 17, 2015 94 Eckart Behm-Blüthgen Bremen Juni 17, 2015 93 Hartmut Strudthoff Bremen Juni 17, 2015 92 Chris Steinbrecher Bremen Juni 17, 2015 91 georg vogelgsang 71272 renningen Juni 17, 2015 90 Gabriele Polzin Bremen Juni 17, 2015 89 Volkhard Leder Bremen Juni 17, 2015 88 Kirsten Hanschen Bremen Juni 17, 2015 87 Angelika Lauth Bremen Juni 17, 2015 86 KLAUS Grammel Berlin Juni 17, 2015 85 Rolf Blanke Bremen Juni 17, 2015 84 Dagmar Lembeck Garbsen Juni 16, 2015 83 Norbert Liebermann Hannover Juni 16, 2015 82 Ulrich Klein Schwanewede Juni 16, 2015 81 Martin Schmid-Keimburg Stuttgart Juni 16, 2015 80 hanna kreisel-liebermann Hannover Juni 16, 2015 79 Ulrich Thiemann Garbsen Juni 16, 2015 78 Jörg Ackermann Bremen Juni 16, 2015 77 wolfgang Egner-Koch Walldorf Juni 16, 2015 76 Annette Keimburg Stuttgart Juni 16, 2015 75 Johanna Kunze Hannover Juni 16, 2015 74 Friedrich Gehring Backnang Juni 16, 2015 73 Siegfried Müller Neuhausen Juni 16, 2015 72 Martin Poguntke Stuttgart Juni 16, 2015 71 Wolfgang Schiegg Esslingen Juni 16, 2015 70 Sabine Müthing Juni 16, 2015 69 Bernd Klingbeil-Jahr Bremen Juni 16, 2015 68 Athena Tsaoussis Wiesbaden Juni 16, 2015 67 Erhard Reschke-Rank Düren Juni 16, 2015 66 Diana Kern Böblingen Juni 16, 2015 65 Gisela Spathelf Schwäbisch Hall Juni 16, 2015 64 Karsten Reimers Hamburg Juni 16, 2015 63 Wulf Walther Esslingen Juni 16, 2015 62 Kathrin Buchhorn-Maurer Bietigheim Juni 16, 2015 61 Hermann Billmann Pfullendorf Juni 16, 2015 60 brigitte beindressler Düsseldorf Juni 16, 2015 59 Karin Kaiser Esslingen a. N. Juni 16, 2015 58 Achim Kunze Bremen Juni 15, 2015 57 Prof. Dr. Ansgar Moenikes Paderborn Juni 15, 2015 56 Irene Waller Juni 15, 2015 55 Dr. Gisela Müller Juni 15, 2015 54 Ivo Krieg Karlsruhe Juni 15, 2015 53 Markus Selve Juni 15, 2015 52 Stephanie Orth-Kern Böblingen Juni 15, 2015 51 Alfred Max Kauke Kirchberg/Jagst Juni 15, 2015 50 Elke Schenk 71665 Vaihingen / Enz Juni 15, 2015 49 Anja Reutlinger Moers Juni 15, 2015 48 Mia Lindemann 69118 Heidelberg Juni 15, 2015 47 Kiausch Usch Mannheim Juni 15, 2015 46 Maria Rigot Mannheim Juni 15, 2015 45 Dagmar Doerper Freinsheim Juni 15, 2015 44 Maria Klemm Augst / CH Juni 15, 2015 43 Erich Frehse Bonn Juni 14, 2015 42 Ingeborg Danielzick Bremen Juni 14, 2015 41 Dr. Christoph Lienkamp 79183 Waldkirch Juni 14, 2015 40 Herbert Willemsen Hilden Juni 14, 2015 39 Helmut Kaiser Putzbrunn Juni 14, 2015 38 Joachim Wolff Neuburg/Donau Juni 13, 2015 37 Thomas Oelerich Neuwied Juni 12, 2015 36 Angela Mueller Hamburg Juni 12, 2015 35 Marie-Dominique Vernhes Hamburg Juni 12, 2015 34 Florian Schneider Bremen Juni 11, 2015 33 Heinz W. Kaiser Juni 11, 2015 32 Uli Barth Kaufungen Juni 11, 2015 31 Jutta Lehnert Bendorf Juni 11, 2015 30 Hans Christoph Stoodt Frankfurt Juni 11, 2015 29 Friedhelm Meyer 40597 Düsseldorf Juni 10, 2015 28 Ricarda Koschick Nottuln Juni 10, 2015 27 Peter Bürger Düsseldorf Juni 10, 2015 26 Dr. Jürgen Kroth Urbar Juni 10, 2015 25 Rachel Seifert münster Juni 09, 2015 24 Stefan Silber Juni 09, 2015 23 Lia Brüning Düsseldorf Juni 09, 2015 22 Petra Kourtelis München Juni 08, 2015 21 Sabine Janus Telgte Juni 08, 2015 20 Antonia Tertelmann Stuttgart Juni 07, 2015 19 Martin Tertelmann Stuttgart Juni 07, 2015 18 christian herwartz Berlin Juni 07, 2015 17 Michael Blochberger Bremen Juni 06, 2015 16 Susanne Lisowski Münster Juni 06, 2015 15 Michael Peck Münster Juni 06, 2015 14 Christiane Windhausen Düsseldorf Juni 06, 2015 13 Andreas Luttermann Telgte Juni 05, 2015 12 Martin Winterhoff Münster Juni 05, 2015 11 Andreas Hellgermann Telgte Juni 05, 2015 10 Peter Aschoff Erlangen Juni 05, 2015 9 Philipp Geitzhaus ITP, Münster Juni 05, 2015 8 Michael Behrmann Bremen Juni 03, 2015 7 Timothy Priest Freiburg Juni 03, 2015 6 Benedikt Kern ITP, Münster Juni 02, 2015 5 Peter Fendel Münster Juni 02, 2015 4 Claus Schreiner Kürnach Juni 02, 2015 3 Dieter Michels 45711 Datteln Juni 02, 2015 2 Erich Sittinger Bad Mergentheim Juni 02, 2015 1 Magnus Lux Schonungen Juni 02, 2015
Syriza ruft zu politischer und sozialer Solidarität auf
Noch immer tobt ein Sturm der Häme, der Respektlosigkeit und Desinformation durch die meisten Medien, wenn es um Griechenland geht. Der folgende Brief ruft zu Solidaritätsaktionen auf und regt vielleicht auch dazu an, sich ernsthafter mit der griechischen Situation zu beschäftigen. Eine interssante und faktenreiche Darstellung der Situation Greichenlands findet sich hier: KLICK
Tasos Koronakis, Sekretär des Zentralkomitees von SYRIZA
Athen, 18. Mai 2015
Liebe Freundinnen und Freunde!
Nach nunmehr fast vier Monaten intensiver Verhandlungen steht unser europäisches Projekt vor einem Augenblick der Wahrheit. Die von SYRIZA geführte Regierung tut ihr Bestes, um mit den europäischen und internationalen Partnern ein Abkommen zu erreichen, das sowohl die Verpflichtungen Griechenlands als europäischem Mitgliedsstaat als auch das ihr durch die Wahlen erteilte Mandat des griechischen Volkes respektiert.
Die SYRIZA-Regierung hat bereits eine Reihe von Reformen auf den Weg gebracht, die sowohl die Korruption als auch die weit verbreitete Steuerhinterziehung in Angriff nehmen. Die Staatsausgaben sind eingeschränkt worden, die Steuereinnahmen übertreffen die Erwartungen, sodass (von Jänner bis April 2015) ein primärer Budgetüberschuss von 2,16 Milliarden erzielt wurde, der den anfänglich geschätzten erreichbaren Budgetüberschuss von 287 Millionen bei weitem übertrifft. Griechenland ist auch all seinen Schuldenverpflichtungen aus eigenen Mitteln nachgekommen – ein einmaliger Fall unter den europäischen Nationen –, da seit August 2014 jedwede Auszahlung von Erträgen aus dem Verkauf von Staatspapieren ausgesetzt wurde. Syriza ruft zu politischer und sozialer Solidarität auf weiterlesen
Befreiungstheologische Sommerschule: „Von den Götzen der Unterdrückung zum Gott der Befreiung“
Befreiungstheologische Sommerschule vom 11.-16. August 2015 im Dionysiushaus (Georgsmarienhütte bei Osnabrück)
„Von den Götzen der Unterdrückung zum Gott der Befreiung“
Die BefreiungstheologischeSommerschule ist ein Ort des Zusammentreffens von jungen, politischen ChristInnen, die alternativ Theologie betreiben wollen. Alternativ meint, dass wir uns nicht mit einer jenseitigen Hoffnung auf Veränderbarkeit zufrieden geben, sondern für eine Veränderung in dieser Welt kämpfen. Unser Maßstab ist dabei die gemeinsame biblische Tradition, die auch Grundlage ist, uns als politisch handelnde ChristInnen zu verstehen und als solche zu agieren.
Auf unserer Sommerschule sind alle Menschen willkommen. Gerne könnt ihr euch selbst einbringen mit Gebeten, Workshops, Musik, Kochen, … Wenn ihr Interesse oder einfach Rückfragen habt, meldet euch gerne bei uns. Befreiungstheologische Sommerschule: „Von den Götzen der Unterdrückung zum Gott der Befreiung“ weiterlesen
Wie wir die Kultur des Kapitals reproduzieren
Leonardo Boff, Teil II
In dem vorigen Artikel – Die kapitalistische Kultur ist Anti-Leben und Anti-Glück – haben wir versucht, theoretisch zu zeigen, dass die Kraft der Fortdauer und Reproduktion der kapitalistischen Kultur auf der Steigerung eines Aspekts unserer Natur beruht, die in dem Streben besteht, sich selbst zu bestätigen, das eigene Ich zu stärken, damit es nicht verschwindet oder von den anderen verschlungen wird. Aber es verwischt und lehnt sogar den anderen Aspekt ab, der gleichermaßen natürlich ist, nämlich die Integration des Ich und des Individuums in das Ganze, in die Gattung, die es repräsentiert.
Zweifelsohne reicht es nicht aus, es bei diesem Typ von Reflexion zu belassen; es ist ungenügend. Gemeinsam mit der erwähnten originären Gegebenheit gibt es eine andere Kraft, die die Fortdauer der kapitalistischen Kultur gewährleistet. Es ist die Tatsache, dass wir, die Mehrheit der Gesellschaft, die „Werte“ und den grundlegenden Zweck des Kapitalismus internalisieren, der in der immerwährenden Expansion des Gewinns besteht, der einen unbegrenzten Konsum der materiellen Güter zulässt. Wer nichts hat, will etwas haben, wer etwas hat, will mehr und wer mehr hat, sagt: nie hat man genug. Und für die große Mehrheit haben die Konkurrenz statt der Solidarität und die Überbietung des Mehr den Vorrang vor irgendeinem anderen Wert, was die sozialen Beziehungen, besonders die geschäftlichen Beziehungen angeht. Wie wir die Kultur des Kapitals reproduzieren weiterlesen
Die kapitalistische Kultur ist Anti-Leben und Anti-Glück
Leonardo Boff
Die theoretische Demolierung des Kapitalismus als einer Produktionsweise begann mit Karl Marx und ging mit dem Auftreten des Sozialismus durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch weiter. Um seinen zentralen Zweck zu realisieren, nämlich unbegrenzten Reichtum zu akkumulieren, beschleunigte der Kapitalismus alle seine zur Verfügung stehenden Produktivkräfte. Aber von Anfang zeitigte er als Konsequenz hohe Kosten: eine aus den Fugen geratene soziale Ungleichheit. In ethisch-politischen Begriffen bedeutet das: soziale Ungerechtigkeit und systematisches Hervorbringen von Armut.
In den letzten Jahrzehnten wird sich die Gesellschaft auch darüber klar, dass es nicht nur eine soziale Ungerechtigkeit gibt, sondern auch eine ökologische Ungerechtigkeit: Verwüstung des gesamten Ökosystems, Ausbeutung der Naturgüter bis zu ihrer Erschöpfung und letztlich eine generelle Krise des Lebens- und Erdsystems. Die produktiven Kräfte haben sich in destruktive Kräfte verwandelt. Das, was man unbedingt will, ist Geld. Wie Papst Franziskus in bereits bekannten Passagen seiner Apostolischen Exhortation über die Ökologie feststellt: „Im Kapitalismus ist jetzt der, der das Sagen hat, nicht der Mensch, sondern das Geld und das Geld ist das Lebendige. Die Motivation ist der Gewinn … Gewinn … Ein ökonomisches System, das auf den Geld-Gott zentriert ist, muss die Natur plündern, um den rasenden Rhythmus des Konsums, der ihm zu eigen ist, aufrecht zu erhalten.“ Die kapitalistische Kultur ist Anti-Leben und Anti-Glück weiterlesen
*Studientag am 17. April: „There is no alternative?!“Theologie wider die Hoffnungslosigkeit des Neoliberalismus*
Es gehört zu den Kernsätzen, den Dogmen des Neoliberalismus, dass Marktlogik und Kapitalismus alternativlos seien. Diese Alternativlosigkeit wird einem an jeder Ecke vorgegaukelt und hat sich mittlerweile so tief in die Köpfe der Menschen gebohrt, dass in vielen Kontexten, auch in Kirchen und Gemeinden, schon kaum noch gefragt wird: wer sagt das eigentlich? Wo kommt das her? Wo Menschen als Humankapital nur noch den Götzen der Selbstoptimierung und den Interessen des Marktes dienen müssen, bleibt für Fragen nach einer anderen Welt kein Platz… oder? An diesem Studientag wollen wir der Frage nachgehen, was es heißt, in einer so geprägten Welt und in einem Umfeld, das immer mehr von dieser neoliberalen Hoffnungslosigkeit zersetzt ist, Theologie zu treiben. Dem Dogma der „Alternativlosigkeit“ wollen wir die Hoffnung auf Veränderbarkeit als Leitmotiv von Glaube und Theologie entgegenstellen. Denn der Glaube an eine neue Welt, eine Gegenwelt, an ein „kommendes Reich“, ist ein Kernsatz christlichen Glaubens und befreiender Theologie. Wo Theologie und Glaube sich einlullen lassen und diese Hoffnung verlieren, hat eben jene Ideologie der Alternativlosigkeit ihr Ziel erreicht. Höchste Zeit, damit zu brechen, bevor unsere Hoffnung zerbricht…
Studientag des Befreiungstheologischen Netzwerks Münster mit dem Institut für Theologie und Politik (ITP)
*am Freitag, 17.04.2015 16:00-21:00 Uhrim ITP, Friedrich-Ebert-Str. 7, Münster*
Anmeldung für den Imbiss unter: lis[et]itpol.de